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Häufige Fragen und Antworten
Warum zwei Hörgeräte?
Was ist ein Lärmschaden?
Wie kann ich einen Hörsturz vorbeugen?
Kann ein Hörgerät den Tinnitus lindern?
Was ist ein Audiogramm?
Was kann ich tun, wenn ich einen Hörsturz bekomme?
Welche Personen sind tinnitus-gefährdet?
Was ist ein Paukenröhrchen?
Warum zwei Hörgeräte?
Ihr Hörvermögen ist auf beiden Ohren eingeschränkt? Dann sollten Sie sich für zwei Hörgeräte entscheiden. Hier die wichtigsten Gründe, warum eine "beid-ohrige Hörgeräteversorgung" Sinn macht:
- Gutes Sprachverstehen
Forschungsergebnisse zeigen, dass Personen, die zwei Hörgeräte regelmäßig tragen, Sprache und Gespräche besser verstehen als solche, die nur ein Gerät tragen. - Gutes Hören in einer Gruppe oder im Lärm
Sprache wird in akustisch schwierigen Situationen mit zwei Hörgeräten deutlich besser verstanden als mit einem Gerät. - Gutes Richtungshören
In Gesellschaft können Sie besser lokalisieren, aus welcher Richtung jemand zu Ihnen spricht. Im Straßenverkehr können Sie besser registrieren, aus welcher Richtung ein Fahrzeug naht. Gutes Richtungshören macht Sie deutlich sicherer. - Gute Klangqualität
Wenn Sie Ihre Stereoanlage einschalten, haben Sie das beste Klangerlebnis, wenn beide Lautsprecher angeschlossen sind. Das gilt auch bei Hörgeräten. Ihr Hörbereich erweitert sich von 180 auf 360 Grad. Dieses Rundumhören gibt Ihnen ein gutes Gefühl für Klangbalance und Klangqualität. - Weiter Hören
Mit zwei Ohren kann man bis zu 12 Meter weit hören. Mit einem Ohr sind es nur 3 Meter.
Was ist ein Lärmschaden?
Ein Lärmschaden tritt als akutes Ereignis - z. B. nach einem lauten Geräusch - oder in Form chronischer Lärmbelästigung am Arbeitsplatz auf. Das Explosionstrauma ist eine der schlimmsten Formen der Lärmbeschädigung, bei der noch die Folgen einer Druckwelle hinzukommen. Die feinen Haarzellen im Innenohr brechen durch dieses Ereignis ab.
Wie kann ich einem Hörsturz vorbeugen?
Da es für den Hörsturz keine nachweisbaren Ursachen gibt, ist es nicht möglich, klare Aussagen zur Vermeidung eines Hörsturzes zu definieren. Vermutungen berufen sich auf Durchblutungsstörungen im Innenohr und psychische und physische Erschöpfungszustände.
Kann ein Hörgerät den Tinnitus lindern?
Oft ist der Tinnitus mit einer Schwerhörigkeit verbunden. Dies liegt daran, dass neben den äußeren Haarzellen oft auch die inneren Haarzellen geschädigt sind und damit die Regulation der Empfindlichkeit in einem bestimmten Frequenzbereich gestört ist. In derartigen Fällen kann durch ein Hörgerät das Hören wieder mehr auf Außengeräusche gerichtet werden, anstatt permanent auf die inneren Ohrgeräusche zu hören. Dabei können allerdings anfangs oft auch die Störgeräusche stärker wahrgenommen werden und das Hören von Sprache beeinträchtigen. HörGut kann hier durch verschiedene Einstellungen des Gerätes Abhilfe schaffen.
Was ist ein Audiogramm?
Ein Audiogramm ist ein Hörtest, bei dem über Kopfhörer einzelne Töne – in der Regel zwischen 250 und 8000 Hertz – eingespielt werden. Der Betroffene gibt an, ab welcher Lautstärke er den Ton hört. Zur Unterscheidung der Mittelohr- und Innenohrfunktion wird die Luft- und Knochenleitung gemessen. Die Messung an sich heißt Audiometrie und gibt Auskunft über den Grad einer Schwerhörigkeit, ob bzw. an welcher Stelle ein Hörsturz oder Lärmtrauma aufgetreten ist.
Was kann ich tun, wenn ich einen Hörsturz bekomme?
Suchen Sie umgehend einen HNO-Arzt auf. Ein Hörsturz erfordert eine sofortige Behandlung innerhalb der ersten 12-24 Stunden durch den HNO-Arzt. Je früher die Behandlung beginnt, um so besser sind die Ergebnisse.
Welche Personen sind tinnitus-gefährdet?
Es liegen keine gesicherten Erkenntnisse über bestimmte Persönlichkeitstypen vor, die ein höheres "Tinnitusrisiko" haben. Dennoch begünstigen einige Faktoren den Tinnitus mit relativ großer Wahrscheinlichkeit. Dies gilt besonders für Menschen, die viel von sich, ihrem Körper und ihrer Psyche verlangen, tendenziell ängstlich auf Anforderungen und Neues reagieren, auch im erweiterten Sinn nicht zur Ruhe kommen, es an einem Gefühl für Sicherheit und Sinn im Leben mangelt, bereits einen Hörsturz erlitten haben.
Was ist ein Paukenröhrchen?
Ein Paukenröhrchen aus Kunststoff oder Metall wird zur operativen Öffnung des Trommelfells eingesetzt. Das Paukenröhrchen wird unter anderem bei einer Flüssigkeitsansammlung im Mittelohr angewandt. Bei Kindern erfolgt der Eingriff meist unter Vollnarkose, bei Erwachsenen wird das Ohr ambulant betäubt. Mit einem Skalpell wird ein winziger Schnitt im Trommelfell vorgenommen und daraufhin das Röhrchen eingesetzt. Es fällt gewöhnlich nach etwa 3 - 6 Monaten von selbst wieder heraus. Ist das nicht der Fall, wird es vom HNO-Arzt entfernt.
